Hochbegabung

Im Vorschulalter und zu Beginn des Grundschulalters bauen sich somit die Begabungen eines Kindes auf verschiedenen Gebieten wesentlich auf und es wird die Grundlage für die gesamte Begabungsentwicklung gelegt.
Wagner, Harald. Hrsg. 2oo3 Frühzeitig fördern.: Perleth, C. und Schatz, T. Aus der Forschung: Zur Begabungsentwicklung und -förderung im Vorschulalter S. 32
Es ist daher von weitreichender Bedeutung, diese Jahre möglichst so zu gestalten, dass sie zu einem tragfähigen Selbstkonzept des Kindes, zu sicherem Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen beitragen.
Wagner, Harald. Hrgs. 2oo3 Frühzeitig fördern, Schlicht-Hiesemenzel, B. Sich-Eentfalten und Dazu-Gehören. Die Weichenstellung zur Integration hoch begabter Kinder in Kindergarten und Grundschulzeit, S. 54
Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsprobleme sind für sich genommen selbstverständlich kein spezifisches Kennzeichen hoher Begabung, sondern können Zeichen verschiedener anhaltender Fehlforderungen an das Kind sein. Die äußeren Bedingungen und die Entwicklungsbedürfnisse des Kindes passen dann zu wenig zueinander.
Wagner, Harald. Hrgs. 2oo3 Frühzeitig fördern, Schlicht-Hiesemenzel, B. Sich-Eentfalten und Dazu-Gehören. Die Weichenstellung zur Integration hoch begabter Kinder in Kindergarten und Grundschulzeit, S. 56
Das Passungsmodell, in den letzten Jahren im Rahmen der Temperamentsforschung von Thomas und Chess [1980] weiterentwickelt, geht von der Annahme aus, dass Kinder dann eher Verhaltensstörungen, unangemessenes Verhalten entwickeln, wenn ihre Persönlichkeitseigenarten, Fähigkeiten und Bedürfnisse nicht mit den Vorstellungen und Verhaltensweisen der Umwelt übereinstimmen.
Stapf, Aiga. 2003 Hochbegabte Kinder Persönlichkeit Entwicklung Förderung. C.H.Beck, München S. 103
  • Sie spielen lieber allein als mit Kindern, von denen sie nicht verstanden werden, und die ihre Spielvorlieben nicht teilen. Wünschenswert wäre daher, dass Kinder ähnlicher Fähigkeiten und Interessen in einer Spielgruppe zusammengebracht werden
    (Karnes und Johnson 1991) Stapf, Aiga (2003). Hochbegabte Kinder. Persönlichkeit Entwicklung Förderung. C.H.Beck, München. S. 194)

  • Im Kindergarten treten nach unseren Erfahrungen Probleme vorrangig dann auf, wenn eine hohe Verletzbarkeit solcher hoch- und höchstbegabter Vorschulkinder aufgrund folgender Eigenarten gegeben ist:
  • hohe Lärmempfindlichkeit
  • große Scheu vor Gleichaltrigen
  • eine hohe Sensibilität
  • Erleben von Andersartigkeit und zugleich hemmende Bedingungen vorliegen wie:
  • das Fehlen adäquater Spielpartner
  • Langeweile und Unterforderung
  • Ablehnung durch die Erzieherin
  • Ablehnung und Hänseleien (Mobbing) durch die anderen Kinder.
    (Stapf , Aiga (2003). Hochbegabte Kinder. Persönlichkeit Entwicklung Förderung.
    C.H.Beck, München. S. 190)

  • Singer (1999), ein Hirnforscher und Neurobiologe, plädiert unter Hinweis auf Entwicklungsfenstern für eine frühe Identifikation der Begabung bei Vorschulkindern mittels Test, und fordert, dass diese schon im Vorschulalter gemäß ihrer individuell unterschiedlichen Begabungsausstattung gefördert werden sollten. Stapf, Aiga
    (2003). Hochbegabte Kinder. Persönlichkeit Entwicklung Förderung. C.H.Beck, München
    S. 112)

  • Die andersartige Abfolge vieler Denkprozesse des hoch begabten Kindes erfordern eine hohe Umdenkbereitschaft der Menschen seines Umfeldes.Wie für jedes Kind, ist es aber auch für ein hoch begabtes von prägender Bedeutung, dass betreuende und ihr Umfeld bestimmende Erwachsene sie mit ihren Gaben erkennen, sie gelten lassen, ein Klima der Willkommen-Seins schaffen und förderliche Bedingungen bereitstellen.
    ((Aus:Wagner, Harald. Hrgs. (2oo3) Frühzeitig fördern, Schlicht-Hiesemenzel, B.
    Sich-Entfalten und Dazu-Gehören. Die Weichenstellung zur Integration hoch begabter
    Kinder in Kindergarten und Grundschulzeit, S. 64).

  • Da die Erwartungen von Erwachsenen, Erzieherinnen und Lehrern gegenüber KleinKonzept des integrativen Montessori Kinderhauses für Hochbegabte 29 und Grundschulkindern im allgemeinen nicht dem entsprechen, was bei Hochbegabten zu beobachten ist, unterschätzen die deren geistige Fähigkeiten und Bedürfnisse.
    (Stapf, Aiga (2003). Hochbegabte Kinder. Persönlichkeit Entwicklung Förderung. C.H.Beck, München S. 105)