Hochbegabung

Eine Definitionssache

Ganz allgemein kann gesagt werden, dass Hochbegabung Ausdruck eines deutlichen Entwicklungsvorsprunges ist, und zwar im geistig-intellektuellen, musisch-künstlerischen, sozialen oder motorischen Bereich. (Nach Prof. Dr. Franz Mönks www.icbf.de)

Gemeinhin bezieht sich der Begriff “Hochbegabung” auf den geistig-intelektuellen Bereich. Und wir betrachten dies als Befähigung (Anlagepotenz) zu besonderen oder außerordentlichen Leistungen, die jedoch nur dann erbracht werden, wenn eine Motivation dazu da ist und die Umweltbedingungen stimmen.

Diese hohe geistige Befähigung wird oft mit einem Intelligenzquotienten (IQ) angedeutet. Als grober Richtwert wird ein IQ von 130 angegeben. Das entspricht 2% der Bevölkerung.

Die Verteilung der Intelligenz folgt, wie viele andere menschliche Merkmale (z.B. Körpergröße), einer Gauß’schen Normalverteilung. Hochbegabung gab und gibt es also schon immer und in allen Kultur- und Volkskreisen.

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Inwieweit diese Verteilung angeboren ist oder nicht wird derzeit noch sehr umstritten diskutiert. Doch gibt es viele Belege, dass eine erbliche Komponente zu einem großen Maß mit beteiligt ist.

Hochbegabte sind nicht zwangsläufig Genies oder Nobelpreisträger, jedoch tragen sie Fähigkeiten in sich, die zum Wohle der Gesellschaft nicht verkümmern sondern genutzt werden sollten.

Hoch begabte Kinder sind nicht erst hoch begabt wenn sie in die Schule gehen. Viele Kinder spüren schon im Kindergarten ihre “Andersartigkeit” und leiden unter Einsamkeit, weil sie meist keine gleichbefähigten Kinder in ihren Einrichtungen finden. Das kann große Probleme für diese Kinder mit sich bringen: Mädchen ziehen sich zurück, werden still oder erkranken, Jungs werden aggressiv oder der Kasper der Gruppe.

Die Hochbegabung hat große Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes.

Kleine Kinder zeigen ihr Können kaum beim direkten Abfragen. Nur bei guter Beobachtung kann man es aufblitzen sehen. Indizien sind jedoch auch für die Umwelt sichtbar.