Der pädagogische Ansatz

Als Grundlage unseres täglichen Handelns steht die 'Hilfe zur Selbsthilfe'. Ziel ist es, die Kinder zu selbstständigen und verantwortungsvollen Mitgliedern der Gesellschaft zu befähigen und sie auf dem Weg dahin zu unterstützen.

Ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit ist es, unseren Blickwinkel auf die Fähigkeiten und Potenziale der Kinder zu richten, um diese Ressourcen zu stärken und weiter auszubauen. Dazu gehört es, jedes Kind da abzuholen wo es steht, die Vermittlung von Werten, sowie die Wertschätzung und besondere Beachtung der Würde jedes einzelnen Kindes.

Montessori-Pädagogik im Imokho - Hilf mir, es selbst zu tun...

Wir ermöglichen unseren Kindern, sich in ihrer jeweiligen sensiblen Phase mit den Dingen zu beschäftigen, die sie gerade interessieren, indem wir mit einer vorbereiteten Umgebung die Voraussetzungen schaffen. Verschiedene Interessenbereiche können zum Beispiel die Sensibilität für Sprache, ein Interesse für Zahlen und mathematische Zusammenhänge, kosmisches Tun oder Sinnesmaterial sowie Übungen des täglichen Lebens sein. Diese Phasen erkennen wir durch genaue Beobachtung, so kann das Kind sich ungestört und konzentriert mit seiner Umwelt und ihren Phänomenen auseinandersetzen. In diesen ungestörten Erlebnisprozessen findet das Kind große Freude und Befriedigung, zugleich wächst sein Hunger auf noch mehr Möglichkeiten, Dinge zu erforschen. Dabei achten wir auf eine ruhige Gruppenatmosphäre, sorgfältige Auswahl und Präsentation der Materialien sowie auf eine positive, liebe- und respektvolle Ansprache den Kindern gegenüber. So unterstützen wir sie, selbstbewusste Individuen zu werden, deren Würde wir anerkennen.

Häufig ist bereits früh ein großer Sprachschatz vorhanden oder ein vierjähriges Kind kann schon früh alle Buchstaben lesen und schreiben. Selbst gesteuertes Lernen und die Entfaltung der Persönlichkeit sind wichtige Ziele der Montessori- Pädagogik, die wir mit unserer Arbeit unterstützen, damit die Kinder nicht in eine Altersnorm gezwängt werden. Das Kind ist der Baumeister seiner selbst.

Das Kind hat seinen Geist, der fähig ist, Wissen zu absorbieren und er hat das Vermögen, sich selbst zu bilden.
Maria Montessori

Alle Kinder sind sensibel für Nachahmung, so erreichen wir mit der wertschätzenden Montessori-Pädagogik (in der der Erzieher eine eher zurückhaltende Position des Beobachters und Begleiters einnimmt und dem Kind die Welt vorbereitet, damit es sie selbst konzentriert erforschen kann), dass die Kinder Sensibilitäten für Ordnung, Struktur, Bewegung, Sprache oder soziale Interaktion erlangen.

In einer altersgemischten Gruppe entsteht automatisch ein Verantwortungsgefühl für sich selbst und je reifer das Kind ist, auch für andere. Immer wieder können wir beobachten, dass gerade die Kleinsten von den schon erfahrenen Kindern im Kinderhaus verständnis- und liebevoll begleitet werden und von ihnen viel lernen.
Wir verstehen die Montessori-Pädagogik auch als Friedenspädagogik, die keine Unterschiede zwischen den Menschen macht; wir arbeiten ohne religiöse oder kulturelle Grenzen.

Die Erzieher sind sensibilisiert, Begabungen wahrzunehmen, zu erkennen und zu fördern. Kinder wünschen sich einen Partner der sie durch Fordern fördert, also immer wieder individuelle Lernanreize bietet und vermittelt. Erledigte Aufgaben erfüllen die Kinder mit Stolz und Würde, aber bereichern auch die Erzieher.

Ganzheitliche Förderung in einer anregungsreichen Umgebung

Unter einer ganzheitlichen Förderung verstehen wir Förderangebote, die sich an den Kindern orientieren. Von hoher Bedeutung ist es daher, verschiedene Bereiche anzusprechen, die auf die Einzigartigkeit der Kinder berücksicht nehmen. Die verschiedenen Bereiche und Förderangebote, die unsere vorbereitete Umgebung anregungsreich machen sind im Folgenden kurz aufgelistet.

So viel Freiheit wie möglich - so viel Grenzen wie nötig!

Die Offenheit für die Entscheidungsfreiheit der Kinder, um Dinge selbst entwickeln zu können ist ein wichtiger Bestandteil für unsere pädagogische Arbeit. So werden zum Beispiel die Ideen oder Interessenbekundungen im Rahmen unserer Möglichkeiten recht spontan etwa durch Experimente oder andere geeignete Methoden umgesetzt. Daher orientieren sich die Themen an der Neugierde und an den Impulsen der Kinder und werden in Projekten verwirklicht. Klare Regeln und Strukturen sind in unserem Tagesablauf ein wichtiger Bestandteil.Klare Aussagen erleichtern die Kommunikation miteinander, verschaffen Sicherheit für die Kinder und erleichtern die Einbindung in die Gesellschaft.

Die soziale Kompetenz im Miteinander stärken

Ziel unseres pädagogischen Ansatzes ist es die Sozialkompetenz der Kinder im Miteinander zu stärken. Hierbei ist unter Anderem das freie Gruppenspiel ein wichtiger Aspekt.
Dort lernen die Kinder zum Beispiel sich in andere Kinder hineinzuversetzen (Empathiefähigkeit) in dem sie sich im Spiel mit Anderen in unterschiedlichen Rollen bewegen. Desweiteren lernen die Kinder mit anderen zu kooperieren, sich sprachlich auszutauschen, Kompromisse einzugehen, Konflikte auszuhalten und eigene Lösungen zu entwickeln.

Gleichzeitig wird die Sprachkompetenz gefördert, denn wer Freundschaften schließen oder auch etwas Aushandeln möchte, muss sich dementsprechend artikulieren können. Bei Schwierigkeiten helfen wir den Kindern zum Beispiel in dem wir sie motivieren auf andere Kinder zuzugehen, sich Neues zuzutrauen oder sie Situationsbedingt bei Konflikten zu unterstützen. Durch die Sicherheit, die die Kinder im Rahmen des Spiels bekommen, üben sie schrittweise die Ablösung von ihren engsten Bezugspersonen und erhalten ihren ganz persönlichen Erfahrens- und Erlebnisbereich.